Islam-Studienwoche

 

Bei den Islam-Studientagen befassen wir uns mit dem Islam als Religion und setzen ihn in Beziehung zum Christentum. Wir versuchen den Islam, seinen Weg, seine Motivation kennenzulernen, damit wir sprachfähig werden um in Gespräche treten zu können und auch um selber aufgeklärt zu werden und Wissenslücken zu schließen.


Die verschiedenen Referenten, wie Dr. Stefan Jäger, Dr. Reinhold Strähler, Damaris Kilisch, Thomas Dallendörfer und Prof. Dr. Henning Wrogemann, gaben erstmal Grundinformationen weiter und berichteten über die mögliche Auslegung des Koran. Darunter fallen Themen, wie Einführung in den Islam und Monotheismus, dessen Entstehung, Form und Konsequenzen, als auch das Leben Muhammads und die Entstehung, Geschichte und Ausbreitung des Islam. Mit dieser Grundlage konnten wir uns dann weiteren Themen zuwenden, wie z.B.: das christliche Zeugnis gegenüber Muslimen und die Frage der Konversion, der Begriff der Ehre und der Würde im Horizont islamischer Rechtleitungsanspruches und Theodizee in Islam und Christentum. Dabei waren die Vorträge sowohl mit viel theoretischen Wissen, als auch mit eigenen Lebenserfahrungen gefüllt.

Ein Gespür für den islamischen Glauben konnten wir beim Besuch der Assalam-Moschee entwickeln. Dort wurden wir von Mohamed Abodahab in die Glaubenspraxis der Muslime eingeführt. Wir waren in den Gebetsräumen und er erzählte, was die verschiedenen Elemente des Raumes zu bedeuten haben und gab uns Einblick in ihre Glaubenspraxis. Der Besuch war von viel Gastfreundschaft geprägt, sodass wir als Zuschauer beim Abendgebet teilnehmen durften. Gerade dieses Abendgebet verdeutlichte nochmal die Intensität der islamischen Glaubenspraxis. Anschließend gab es viele Fragen, die Mohamed zu beantworten hatte. Es entstand ein gutes Gespräch zwischen zwei verschiedenen Religionen.


Mit einem warmen Gefühl im Bauch, von einem leckeren Tee, gingen wir wieder zurück und nahmen von diesem Besuch viele Impulse zum Nachdenken, Hinterfragen, Verstehen mit, die den Rest der Studienwoche prägen werden.