Vergnügt, erlöst, befreit

Am 16.12.2013 ist der langjährige Vorsitzende der Mitgliederversammlung der Evangelistenschule Johanneum, Landeskirchenrat i.R. Klaus Teschner, 75 Jahre alt geworden. Ende November hat er sein Amt an den bisherigen 2. Vorsitzenden, Generalsekretär Theo Schneider, abgegeben.

Jetzt hatte das Johanneum eingeladen, um Klaus Teschners 75. Geburtstag zu feiern und ihn gleichzeitig aus dem 30-jährigen ehrenamtlichen Engagement im Johanneum zu verabschieden.

Der Direktor des Johanneums, Pfarrer Burkhard Weber begrüßte angesichts der versammelten Ehrengäste aus dem gesamten missionarischen Raum von Kirche, Verbänden, missionarischen Werken und der Johanneumsgemeinschaft die "No-Names zuerst": Die Studierenden des Johanneums wurden an erster Stelle genannt.

Besonders eindrücklich waren die in Interviewform übermittelten Erfahrungsberichte von Johanneumsabsolventen aus ihren Arbeitsfeldern in den neuen Bundesländern. Auch Bischof John Finney aus England wirkte im Festgottesdienst mit, die Predigt hielt der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider.

Vergnügt, erlöst, befreit...
Mit sehr persönlichen Worten erinnerte Schneider an den damaligen Wuppertaler Studentenpfarrer Klaus Teschner: "Wir haben als Studenten in Wuppertal gelernt und erfahren, dass das Evangelium Gottes und das eigene Leben untrennbar zusammen gehören. Er und seine Frau haben uns jungen Theologen Zeugnis gegeben, wir haben in eurem Haus Befreiendes erlebt: Wir durften Gottvertrauen wagen und Verantwortung übernehmen für Gerechtigkeit und Frieden."

Mit den Worten von Hanns Dieter Hüsch skizzierte er Teschner treffend: "Vergnügt, erlöst, befreit - das war und ist die Lebenshaltung von Klaus Teschner."

Mit Hinweis auf die von Teschner geliebten Jute- und Stofftaschen ergänzte er: "Wer ihn kennt, weiß: Weisheit braucht keine besonderen Formen, sondern sie ist Jutetaschentauglich." Und mit Blick auf den Predigttext aus 1. Thessalonicher 2,8 verglich er den Prediger und Evangelisten Klaus Teschner mit einer Amme, die Kinder nährt.

Pontifex, Animateur, sprachfähiger Theologe
Präses Manfred Rekowski dankte in seinem Grußwort im Namen der Evangelischen Kirche im Rheinland gleich zweifach: Zum einen dem "Pontifex, Animateur und sprachfähigen Theologen Klaus Teschner für seinen Dienst", ob in der Synode als Brückenbauer zwischen den verschiedenen theologischen Strömungen oder als Reiseleiter von "Teschner-Tours" zu den spannenden Orten kirchlicher Umbrüche in London. Dankbar erinnerte er an den Vortrag von Klaus Teschner im Jahr 1990 auf der Barmer Synode, der den Horizont für die Umsetzung der Barmer CityKirche weitete.

Zum anderen dankte Rekowski ausdrücklich dem Johanneum und seinem Dozentenkollegium für die profilierte Ausbildung von jungen Menschen zum Dienst auch in der Rheinischen Landeskirche: "Das Johanneum ist eine sehr geschätzte Ausbildungsstätte in unserer Landeskirche und es ist ein wahrer Talentschuppen."

Impulse für die missionarische Zukunft
Nach einer Pause zur Stärkung im Johanneum nahm Klaus Teschner am Abend in der Erlöserkirche die missionarische Zukunft in den Blick. In vier Impulsen verknüpfte er Erfahrungen aus seiner missionarischen Arbeit nicht nur im Johanneum mit biblischen Leitworten: "Den Namen nennen - Jesus für dich", "Diakonie für die Deinen - Die beiden Hände Christi", "Kaufet die Zeit aus, aber verlasst euch nicht auf euer kulturelles Erbe" und "Die Kirche als Global Player und die Impulse aus England." Der letzte Satz seines Manuskripts traf indes die Intention der gesamten Veranstaltung: "Der Geist wirkt ansteckend, im besten Sinne inspirierend".

Text und Bilder: Pfr. Werner Jacken, www.evangelisch-wuppertal.de